femmestyle Schönheitschirurgie

Hygiene in der Klinik

Hygiene in der Klinik

Hygiene in der Schönheitsklinik


Hygiene in der Klinik

Die Hygiene, für den Laien nicht immer sichtbar, aber immer zu einem Großteil an einem hervorragenden Operationsergebnis beteiligt.

Der Aufwand der betrieben werden muss, um eine Klinik gemäß internationalen Empfehlungen hygienisch einwandfrei zu betreiben, stellt einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor dar.

Das Aufgabengebiet ist dermaßen umfassend, dass diese Aufgaben in einer Klinik von einem eigenen Hygienebeauftragten durchgeführt wird.
Die Umsetzung der Hygienerichtlinien können in der Regel nicht nebenher betrieben werden, wenn man dieses Fachgebiet ausreichend ernst nimmt.


Zum Aufgabengebiet gehören:

a:)Rechtliche Grundlagen
b.)Persönliche Hygiene
C.)Infektionslehre
d.)Immunologie
e.)Mikrobiologie
f.)Desinfektion und Sterilisation
g.)Lebensmittel und Umwelthygiene
h.)Kranken- und Pflegehygiene
i.)Hygieneplan
j.)Schädlinge und Ungeziefer
k.)Erfolgskontrolle

Die Umsetzung ist oft langwierig, zeitintensiv und mit zusätzlichen Kosten behaftet.
Dementsprechend wird oft versucht, an diesen für den Patienten nicht sofort sichtbaren Leistungen zu sparen.
So sind es oft die haarsträubendsten Geschichten, die uns unsere Patientinnen erzählen.

Bei einem Rundgang durfte der Operationsbereich mit Schuhen und Straßenkleidung betreten werden.
Blut und Absaugflüssigkeit des vorangegangenen Eingriffes waren noch deutlich sichtbar.
Während eines Eingriffes wurde der Boden gesäubert.
Keine Händedesinfektion des Arztes bei Untersuchung mehrerer Personen.
Falsche Anwendung von Desinfektionsmittel (Patientin war diplomierte Krankenschwester).
Angerostetes, bzw.angelaufenes Untersuchungsmaterial.
Anwesenheit einer Patientin in Straßenkleidung, obwohl schon mit dem Eingriff begonnen wurde.
Sterilisationsvorgang unterbrochen - aus Zeitmangel.
Beschädigte Verpackungen nach Sterilisation hinderte nicht an deren Einsatz.
Aufgezogene Spritzen, die stundenlang herumliegen.
Ungeziefer in der Ordination.
Nichteinhalten der Einwirkzeit bei Hautdesinfektion.

Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen.
Und das Erstaunliche, nicht nur Kliniken Osteuropas sondern auch schweizer, österreichische und deutsche Kliniken sind davon gleichemaßen betroffen.

Besonders Patientinnen artverwandter Berufe (Krakenschwestern, med-tech Personal usw.)
verliesen unter Schaudern besagte Kliniken und Praxen und berichteten uns davon.
Natürlich ist es für Sie als Patient schwierig Einblick in das Hygieneverhalten zu bekommen.
Aber wir hoffen, Sie mit diesem Beitrag für das Thema sensibilisiert zu haben.


Überprüfung der formalen Gegebenheiten

Personal und Arbeitsmittel

Hygieneaus- und Fortbildung, weitere Ausbildungen z.B. Management oder Epidemiologie
Zeitressourcen für hygienebeauftragten Arzt und Hygienefachkraft
Arbeitsmittel (z.B. PC-Ausstattung) und Infrastruktur
Personelle Zusammensetzung des Hygieneteams
Qualifikation der Mitglieder des Hygieneteams


Operatives Vorgehen des Hygieneteams

Beiziehung des Hygieneteams z.B. bei Neu- und Umbauten - schon in der Planungsphase
Zugang zu allen Daten für die Infektionsüberwachung
Information über Auftreten von kritischen Keimen (z.B. MRSA, Salmonellen)
Innerbetriebliche Fortbildung durch das Hygieneteam


Zusätzliche Fragen

Begehung von Abteilungen und Beratungstätigkeit durch das Hygieneteam
Kommunikation mit Abteilungen
Dokumentation der Hygienearbeit
Berichte an die Anstaltsleitung
Mitwirkung in innerbetrieblichen Gremien (z.B. Qualitätssicherungskommission, Arzneimittelkommission)
Gibt es eine Infektionsstatistik oder Keim- und Resistenzstatistik?
Gibt es Standardanweisungen (SOP´s) für hygienerelevante Tätigkeiten (z. B. Setzen und Pflege von Venenkathetern, Verbandwechsel)?
Gibt es einen krankenhaushygienischen Überprüfungsplan für Sterilisations- und Desinfektionsgeräte, für Desinfektionsverfahren und für Flüssigkeitsproben?
Gibt es Reinigungs- und Desinfektionspläne für hygienerelevante Bereiche?
Gibt es hausinterne Richtlinien für den Einsatz von Antibiotika?
Gibt es Richtlinien für den Versand von "Diagnostischen Proben"?
Gibt es einen innerbetrieblichen Abfallwirtschaftsplan?

Hygienische Überwachung von Geräten, Anlagen und Verfahren
Vorlage von Prüfberichten und Befunden über hygienische Überwachung von Geräten, Anlagen und Verfahren:

Warmwasser auf LegionellenTherapiebäder (Becken und Wannen)
Wasser aus Enthärtungsanlagen
Wasser aus Osmoseanlagen (z.B. Dialysewasser)
Luftbefeuchter und Inhalatoren
Wäscherei für Krankenhauswäsche
Babynahrung und Muttermilch
Sterilisatoren
Instrumentenwaschmaschinen
Endoskopaufbereitung
Geschirrspülmaschinen
Leibschüsselspüler
Betten- und Matratzendesinfektionsanlagen
Raumlufttechnische Anlagen
Reinigungs- und Desinfektionsverfahren für Flächen
Desinfektionsmittelzumischanlagen und Leitungsnetze
Wasserleitungsnetze auf Pseudomonas aeruginosa


Begehung
Beurteilung von baulichen Gegebenheiten und organisatorischen Abläufen in hygienerelevanten Bereichen:

OP-Trakt
Eingriffsräume
Zentralsterilisation
Sterilgutlagerung
Endoskopie
Intensivstation
Dialyse
Entbindungsabteilung
Bettenstation
Isoliereinrichtung
Sanitäre Einrichtungen
Ambulanzen, Röntgen,
Nuklearmedizin
Physikalische Therapie
Laborbereiche (Personenschutz, Qualitätssicherung)
Prosektur
Ver- und Entsorgungseinrichtungen

Beurteilung von hygienerelevanten Ausstattungen und Maßnahmen im Rahmen der Begehung;
insbesondere sollen Schwerpunkte gesetzt werden auf:

Anwendung von Desinfektionsmitteln
Möglichkeiten von Maßnahmen bei Patienten mit übertragbaren Infektionen (Isolierungsmaßnahmen)
Bettenaufbereitung
Raumlufttechnische Anlagen
Abfallentsorgung
Umgang mit gebrauchten Kanülen
Vorhandensein von Seifen und Desinfektionsmittelspendern
Vorhandensein von Einmalhandtüchern

Hygiene in der Klinik, wichtig für ein optimales Ergebnis.

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